„Lieber 1000 Freund*innen im Rücken als eine Bank im Nacken.“

Natürlich kosten Hauskauf und –instandhaltung auch Geld, das wir nicht alleine aufbringen können. Unsere Finanzierung stützt sich auf verschiedene alternative Finanzierungsmöglichkeiten:

  1. Mieteinnahmen
  2. Darlehen bei der GLS-Gemeinschaftsbank
  3. Nachrangdarlehen (auch als „Direktkredite“ bezeichnet)

Mittels dieses Finanzierungsmodells versuchen wir unsere Abhängigkeit von Banken zu minimieren und dauerhaft günstigen Wohnraum für alle zu realisieren: Wohnen in der Stadt soll für alle bezahlbar bleiben! Deshalb werden auch alle langfristig entstehenden Überschüsse aus unserem Projekt zur Unterstützung neuer, selbstverwalteter Häuser hier und anderswo verwendet.
Wir als Mieter*innen erwerben kein persönliches Eigentum an Haus oder Grundstück und tragen mit unseren Mietzahlungen unseren Teil dazu bei, dass das Haus langfristig abbezahlt wird und dann neue Projekte entstehen können. Denn auch wenn die Agathe irgendwann vollständig finanziert ist, zahlen wir weiterhin unsere Miete. Diese kommt dann neuen Projekten zu Gute.

Bei der Finanzierung über Nachrangdarlehnen sind wir auf Ihre Hilfe angewiesen. Ihr Geld verwenden wir für nötige Sanierungsmaßnahmen und für Umschuldungen, z.B. wenn Anleger*innen ihre Einlagen zurück haben wollen. Zu folgenden Konditionen können Sie Ihr Geld bei uns als Nachrangdarlehen anlegen:

  1. Anlagebetrag ab 500 Euro
  2. Laufzeit ab 3 Monaten

Zwischen ihnen als Kreditgeber*innen und der Alten Gärtnerei GmbH als Kreditnehmerin wird ein Kreditvertrag abgeschlossen, in dem Kreditbetrag, Zinssatz, Kündigungsfrist, Laufzeit und ein qualifizierter Rangrücktrittsklausel klar geregelt sind. Da der Kredit direkt vergeben wird – ohne Umwege über eine Bank – werden solche Nachrangdarlehen auch als „Direktkredite“ bezeichnet.
Direktkredite sind Nachrangdarlehen mit einer sogenannten „qualifizierten Rangrücktrittsklausel“. Das bedeutet, dass kein Geld an die Direktkreditgeber*innen zurückgezahlt werden müsste, falls damit die Zahlungsfähigkeit der Kreditnehmerin (Alte Gärtnerei GmbH) gefährdet ist. Zum anderen werden im Falle einer Insolvenz der GmbH erst der Bankkredit und die Forderungen aller anderen nicht nachrangigen Gläubiger*innen bedient und erst dann die Direktkreditgeber*innen. Vor allem verlangen Banken diesen vorrangigen Zugriff auf das GmbH-Vermögen als Sicherheit für vergebene Bankkredite im Falle einer Insolvenz. Eine Insolvenz ist sehr selten, aber nicht ganz unmöglich, wie das Beispiel des Eilhardshofes in Neustadt zeigt. Das es allerdings so weit kommt – insbesondere bei einem langjährig bestehenden Projekt wie der Agathe – ist sehr unwahrscheinlich: Mieteinnahmen sind in der Regel eine sichere und stabile Einnahmequelle und die regelmäßige Instandhaltung der Immobilie sorgt für deren Werterhalt.

Wenn Sie als Einzelperson oder Gruppe Interesse daran haben, uns mit einem Direktkredit zu unterstützen, dann melden Sie sich bei uns (E-Mail agathe(ätsch)syndikat.org). Gerne informieren wir Sie in einem persönlichen Gespräch und führen Sie durch das Projekt.

Weitere Informationen zum Syndikatsmodell und auch zum Konzept der Direktkredite/Nachrangdarlehen findest du auf den Seiten des Syndikats: www.syndikat.org/de/direktkredite/


Rechtliche Hinweise

Nach dem Vermögensanlagengesetz bietet die Alte Gärtnerei GmbH verschiedene Vermögensanlagen an, die in der Annahme jeweils unterschiedlich verzinster Nachrangdarlehen bestehen. Im Rahmen dieser Vermögensanlagen werden innerhalb von 12 Monaten nicht mehr als 100.000 EUR durch die Alte Gärtnerei GmbH angenommen. Es besteht daher keine Prospektpflicht nach dem Vermögensanlagengesetz. (vgl. VermAnlG §2 Abs.(1) Nummer 3)